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LEJEUNE

Als Maxime Lejeune im 18. Jahrhundert in Pommard begann, hat er bis zu seinem Tod im Jahr 1864 sein Weingut auf 50 Hektar rund um den Weinort erweitern können. Wegen der Erbteilung waren Ende der 1970er Jahre nur noch rund sechs Hektar übrig, die die Familie von Jullien de Pommerol heute wieder auf zehn Hektar erweitert hat. François Jullien de Pommerol ist ein ausgewiesener Fachmann. Er war Önologie-Professor am Lycée Viticole in Beaune und hat das Weingut seit der Übernahme 1977 auf Kurs gebracht. Vor einigen Jahren hat er seinen Neffen Aubert Lefas in das Weingut eingebunden. Mit Aubert ist eine gewisse Leichtigkeit und Finesse in den Stil des Weinguts eingezogen, die den traditionellen Ausbau auf einen zeitgemäßen Charakter und Ausdruck gehoben hat.

Das Portfolio der Pommerols umfasst Weinberge, die zu 90 % in Pommard liegen. Rund zwei Hektar sind mit Chardonnay (75 %) und Aligoté (25 %) bestockt. Hinzu kommt Pinot Noir mit 5 % Gamay im Passetoutgrain des Hauses, also im Gemischten Satzin der Village-Lage Les Sorbins. Pinot Noir findet man ferner in den Village-Lagen Les Grandes Carelles und Les Crenilles sowie in der qualitativ darüber stehenden Village-Lage Les Trois Follots sowie in drei Premiers Crus. 1,1 Hektar besitzt Lejeune in Les Poutures, 1,4 Hektar in L’Argillieres und 0,25 Hektar in dem Primus inter pares Les Rugiens Bas. Ganz ohne Zweifel findet man in diesem Weinberg das beste Terroir in ganz Pommard. Es ist gekennzeichnet durch eine hervorragende Lage, vor allem aber durch einen hohen Anteil von Eisenoxid, das nicht nur den Boden rot färbt, sondern auch den alterungswürdigen Weinen eine ganz spezielle Farbe verleiht. Nachdem Aubert Lefas schon vor Jahren auf den Einsatz chemischer Mittel verzichtet hat, befindet sich das Weingut mittlerweile auch offiziell in der Umstellung auf biologischen Anbau.

Text von Christoph Raffelt



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